Montane Amphibienarten könnten von der Klimaerwärmung profitieren PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 06. Juli 2010 um 15:15 Uhr
Viele Gründe werden für das globale Amphibiensterben diskutiert, und die globale Erwärmung wird in vielen Fällen mitverantwortlich gemacht. Rebecca McCaffery und Byce Maxell von der Universität von Montana haben jetzt erstmals anhand der Untersuchung von Froschpopulationen ihrer Heimat nachgewiesen, dass es auch Amphibienarten gibt, die von der Klimaerwärmung profitieren können. Im Rahmen einer im renommierten Wissenschaftsjournal PNAS veröffentlichten Studie  untersuchten die Wissenschaftler nämlich den Einfluss von Klimaeinflüssen auf die jährliche Überlebensrate, den Fortpflanzungserfolg und die Populationsgröße des Gefleckten Columbiafrosches, Rana luteiventris, eine unserem heimischen Grasfrosch ähnelnde Art mit gelborangen Bauchseiten. Diese im Bergland beheimateten Amphibien profitierten nachweislich von den zunehmend milder werdenden Wintern der Region, und die Populationen wuchsen in Abhängigkeit von der lokalen Klimaerwärmung deutlich. Die Autoren schlussfolgern, dass Amphibien montaner Regionen, die dort in die Grenzbereiche des für diese Tierklasse erträglichen Klimas vorstoßen, generell von der Klimaerwärmung profitieren könnten. Zumindest, so lange ihre Habitate weitgehend intakt bleiben. Ein genaueres und differenzierteres Verständnis der individuellen Auswirkung der globalen Erwärmung auf Amphibien verschiedener geographischer Breiten und Höhenstufen halten die Autoren für essenziell für die Entwicklung wirksamer Schutzstrategien.

(Quelle: McCaffery, R.M. und Maxell, B.A. [2010]: Decreased winter severity increases viability of a montane frog population, PNAS 107 [19], 8644-8649)