Newsticker


Angeborene Kaulquappenängste funktionieren nicht bei eingeschleppten Beutegreifern PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 01. September 2010 um 10:04 Uhr
Auf der Iberischen Halbinsel verdrängen eingeschleppte Sumpfschildkröten, allen voran die nordamerikanische Rotwangenschildkröte (Trachemys scripta elegans) zunehmend die bedrohten heimischen Arten Emys orbicularis (Europäische Sumpfschildkröte) und Mauremys leprosa (Maurische Bachschildkröte). Forscher der Universität von Madrid haben jetzt einen der Gründe dafür gefunden, warum die Fremdlinge so erfolgreich und vor allem oft erfolgreicher als ihre heimischen Verwandten sind.
Sowohl die heimischen als auch die eingeführten Schildkröten fressen gerne Kaulquappen. Die Wissenschaftler um Nuria Polo-Cavia haben daher untersucht, wie heimische Froschlarven auf die Gegenwart der verschiedenen Schildkrötenarten reagieren.
Dabei haben sie herausgefunden, dass der Froschnachwuchs tatsächlich deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Prädatoren macht.
Im Einzelnen untersuchten die Wissenschaftler die Reaktion von Kaulquappen vier spanischer Froschlurcharten auf die Zugabe von Wasser aus Schildkrötenaquarien.
Drei der vier Arten reduzierten dabei ihre Schwimmaktivitäten signifikant, wenn das Wasser die Gegenwart heimischer Schildkröten anzeigte. Die selben Kaulquappen zeigten jedoch keine Reaktion, wenn das Wasser die Gegenwart der fremdländischen Spezies ankündigte. Offenbar ist die angeborene Reaktion so spezifisch, dass die Erkennung der Invasoren nicht gelingt. Diese Tatsache verschafft den exotischen Schildkrötenarten einen Wettbewerbsvorteil bei der Nahrungssuche und erhöht natürlich gleichzeitig ihr  Bedrohungspotenzial für heimische Froschlurche.
(Quelle: Nuria Polo-Cavia et al. [2010], Animal Behaviour 80 [3]: 461-46)
 
Eine Samenbank für Hellbender PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 31. August 2010 um 09:28 Uhr
Der Hellbender (Cryptobranchus alleganiensis), das nordamerikanische Gegenstück zu den beiden ostasiatischen Riesensalamanderarten, ist vom Aussterben bedroht.
Aus noch weitgehend unbekannten Gründen gingen die Bestände dieses bis zu 40 cm langen und 2,5 kg schweren vollaquatischen Schwanzlurchs in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurück, und nur vereinzelt wurde überhaupt noch eine Fortpflanzung nachgewiesen. Zusammen mit Forschern der Zoos von Nashville und Antwerpen versuchen Veterinärmediziner der Michigan State University nun, Samenbanken von den letzten überlebenden Salamandern anzulegen. Das Ziel dieses internationalen Konsortiums ist es, die genetische Vielfalt der Art zu erhalten, um später wieder vitale Nachzuchten an geeigneten Orten ansiedeln zu können.
Dabei können nicht einfach Einfrie- und Lagerprozeduren aus beispielsweise der Humanmedizin übernommen werden. Die Entwicklung geeigneter Konservierungsmethoden ist vielmehr in hohem Maße artspezifisch und erwies sich im Falle des Hellbenders als nicht gerade einfach.
Inzwischen gibt es jedoch ermutigende Ergebnisse. Auch nach sechs Monaten waren eingefrorene Spermaproben noch lebensfähig, so dass nun die Vorraussetzungen geschaffen sind, vitale Spermien des Hellbenders über viele Jahre zu lagern. Das wird die Errichtung einer zentralen Bank zur repräsentativen Darstellung der genetischen Vielfalt der Art ermöglichen.
Sobald die Gründe für den Rückgang der Wildbestände verstanden sind und eine entsprechende Renaturierung der natürlichen Habitate erfolgte, kann mit Hilfe dieser Samenbank hoffentlich dafür gesorgt werden, dass genetisch optimal an das jeweilige Auswilderungsgebiete angepasste Hellbender gezüchtet und freigesetzt werden können.
(Quelle: ScienceDaily, 4.08.2010)
 
Krankenhauskeime: Froschhaut soll neue Antibiotika liefern PDF Drucken E-Mail
Montag, 30. August 2010 um 17:31 Uhr

Boston (ddp). Arabische Forscher haben erstmals Substanzen aus Froschhaut isoliert und so verändert, dass sie als Antibiotika dienen könnten. Bekannt ist, dass bestimmte Proteine, die von Drüsen in der Froschhaut produziert werden, gegen Krankheitserreger wirken. Den Wissenschaftlern um Michael Conlon von der United Arab Emirates University in Al-Ain gelang es nun, diese Proteine künstlich herzustellen und Probleme zu beseitigen, die bisher einen Einsatz beim Menschen verhinderten. Einige Substanzen könnten bereits in den nächsten fünf Jahren in klinischen Studien getestet werden, berichtetStudienleiter Conlon auf dem 24. National Meeting of the American Chemical Society.Seit Jahren haben Ärzte und Krankenhäuser große Probleme mit antibiotikaresistenten Keimen. Patienten benötigen neue Typen von Antibiotika, um Medikamente zu ersetzen, die wirkungslos geworden sind. Froschhaut gilt hier schon lange als vielversprechend: Viele Froscharten besitzen Hautdrüsen, die Giftstoffe produzieren. Und diese Proteine gelten als mögliche Quelle für Stoffe, die Bakterien, Viren und Pilze ausmerzen können. Dabei standen den Wissenschaftlern bisher jedoch zwei Probleme im Weg: Einmal sind die Proteine nicht nur für die Erreger, sondern auch für die menschliche Zelle giftig. Außerdem können Enzyme des Blutes die Proteine spalten und inaktivieren.

Das Team von Michael Conlon hat 200 von 6.000 Drüsenabsonderungen der Froschhaut auf ihre antibiotische Aktivität untersucht. «Die Frösche selbst werden nach dem Abreiben der Haut wieder ausgesetzt», betont Conlon. «Wir benutzen sie nur, um die chemische Struktur der Proteine zu ermitteln. Anschließend bauen wir die Substanz im Labor nach», sagt er. Dabei optimierten die Forscher die Zusammensetzung der Moleküle, um sie weniger gefährlich für die menschliche Zelle zu machen. Und sie fanden auch eine Möglichkeit, um die Wirkstoffe vor dem Angriff aggressiver Enzyme des Blutes zu schützen. Besondere Hoffnung setzten die Wissenschaftler in ein Protein, das den resistenten Keim Staphylococcus aureaus beseitigen könnte, der immer wieder für den Ausbruch tödlicher Infektionen bei Krankenhauspatienten verantwortlich ist. Außerdem sollen in der Froschhaut Substanzen stecken, die gegen den Keim Acinetobacter baumanni wirken, der häufig immungeschwächte Patienten befällt.

Colon geht davon aus, dass die Pharmaindustrie aus den Proteinen Cremes oder Salben gegen Hautinfektionen und vielleicht sogar ein injizierbares Medikament entwickeln wird. (Quelle: www.netdoktor.de)

 

 
US-Krötennachzuchten für Tansania PDF Drucken E-Mail
Montag, 30. August 2010 um 17:20 Uhr
Die erst 1996 entdeckte Kihansi-Gischtkröte (Nectophrynoides asperginis) ist ausschließlich in den Wasserfällen der Kihansi-Schlucht in Tansania verbreitet. Nicht nur dieser Aspekt macht die kleinen unscheinbaren Kröten einzigartig, auch ihre Fortpflanzungsstrategie ist spektakulär. Die Krötenweibchen setzen nämlich keinen Laich ab, sondern bringen voll entwickelte winzige Krötchen zur Welt, die das Kaulquappenstadium vollständig im Mutterleib durchlaufen haben.
Leider war den kleinen Kröten schon bald nach ihrer Entdeckung ein herbes Schicksal bestimmt. Seit April 2000 wird das Wasser am unteren Kihansi nämlich wegen eines Kraftwerks umgeleitet, und der Lebensraum der Kröte vertrocknete fast völlig. Anfang des Jahrtausends wurden angesichts dieser akuten Bedrohung etwa 500 Exemplare eingefangen. Der Bronx-Zoo und der Zoo von Toledo stellten Zuchtprogramme auf, und nach einigen Misserfolgen konnten sie die Art auch erfolgreich vermehren. 2004 wurden dann die letzten freilebenden Gischtkröten gesichtet. Seitdem konnte keine einzige Gischtkröte mehr in ihrem angestammten Lebensraum nachgewiesen werden, und daher wurde die Art im letzten Jahr als ausgestorben deklariert.
In der Zwischenzeit hat die Regierung von Tansania ein zu einhundert Prozent von der Weltbank gesponsertes Beregnungssystem im ehemaligen Lebensraum der Kröten installiert, um die Verhältnisse vor dem Kraftwerkbau zu simulieren. Zu spät für die freilebende Population, doch vielleicht eine Hoffnung für die Nachzuchten.
Die US-amerikanischen Zoos sandten nämlich nun rund einhundert aus den beiden Zuchtprojekten stammende Kröten zurück in ihre afrikanische Heimat. In Dar es Salaam werden die Tiere nun in einem modernen Amphibienzentrum untergebracht, und die spätere Auswilderung dieser Tiere oder ihres Nachwuchs vorbereitet.
(Quelle: DAR ES SALAAM [Reuters Life!] 20.08.2010)
 
Pressemitteilung: Terraxotica-Germany PDF Drucken E-Mail
Montag, 30. August 2010 um 17:09 Uhr

Seit geraumer Zeit bietet die Terraxotica-Germany GbR diversen Vereinen und Gruppen Vergünstigungen für ihre Börsenveranstaltungen.

Nachdem es zahlreiche Anfragen seitens DGHT-Mitgliedern bei den Veranstaltern der Terraxotica-Germany GbR gegeben hat, ob diese Vergünstigungen auch von Mitgliedern der DGHT in Anspruch genommen werden können, freuen sich die Veranstalter Alfried Paul und Michael Spellbrink, den Mitgliedern ab sofort besonders günstige Konditionen einräumen zu können.

Was heißt das nun für die Mitglieder der DGHT?

Für die am 26.09.2010 stattfindene Reptilienbörse Terraxotica-Germany in den Elbmarschenhallen des beschaulichen Örtchens Horst, unweit der Metropole Hamburg, erhalten die Mitglieder der DGHT, gegen Vorlage des Mitgliedsausweises, einen um 50 % ermäßigten Eintritt. Somit zahlen DGHT Mitglieder 3 € statt der üblichen 6 €. Ferner haben DGHT-Mitglieder – über den Händlereingang – bereits ab 7 Uhr die Möglichkeit des Einlasses.

Ebenfalls gegen Vorlage des Mitgliedsausweises erhalten DGHT-Mitglieder auf jeden gebuchten Meter einen Rabatt von 5 € und zahlen somit 12 € statt der sonst üblichen 17 €. Ausgenommen von dieser Regelung sind gewerbliche Anbieter! Die Preise verstehen sich inklusive gesetzlicher MwSt und Strom.

Bitte geben Sie bei der Anmeldung auf www.terraxotica-germany.de an, dass Sie Mitglied der DGHT sind.

Diese Vergünstigungen gelten ab dem 01.09.2010 für alle Veranstaltungen der Terraxotica-Germany GbR, die in Städten wie Lingen/Ems, Osnabrück, Hannover/Langenhagen, Chemnitz, Rostock, Horst bei Hamburg und Bremen durchaus attraktive Veranstaltungsorte gefunden haben.

Weiterhin besteht die Möglichkeit auf den Veranstaltungen der Terraxotica-Germany GbR die Sachkundeprüfung abzulegen.

Frei nach dem Motto: Zuhause lernen, zur Prüfung anmelden und auf einer Terraxotica-Germany Veranstaltung Ihrer Wahl die Prüfung ablegen. Natürlich beinhalten die Prüfungsgebühren freien Eintritt zu der betreffenden Börse. Begleitet wird die Sachkundeprüfung von Herrn Boris Klusmeyer.

Wir möchten die Gelegenheit ergreifen, daran zu erinnern, dass es auf den Terraxotica-Germany-Veranstaltungen für Gruppen und Vereine – dazu gehören auch DGHT Stadtgruppen – die Möglichkeit gibt, kostenfreie Infostände zu erhalten. Hier kann die Arbeit der DGHT bzw. der Stadtgruppen vorgestellt werden. Die Geschäftsstelle der DGHT unterstützt ihre Gruppen mit Informationsmaterial.

Nähere Informationen auf: www.terraxotica-germany.de

 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 23