Preisträger

Preisträger 2017

Auch 2017 fördert der DGHT-Herpetal-Fonds für Terraristik zwei Projekte:

  1. IGS Friesland-Süd

    Über das unterrichtliche Angebot stellt die IGS sich auch den Herausforderungen als Ganztagsschule. Eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale unserer Schule ist es, dass wir einen eigenen Schulzoo haben. Dieser ist vielschichtig in die pädagogische Arbeit unserer Institution eingebunden. Neben der engen Verzahnung zum Fachbereich Naturwissenschaften und der Einbindung lebender Tiere in den naturwissenschaftlichen Unterricht, ermöglichen wir durch den Schulzoo Kindern im Rahmen des Ganztagsangebotes oder in offenen Forschergruppen die Lebensbedingungen von Tieren kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und in diesem Rahmen sich selbst als Kinder neu erleben zu dürfen. Der Kontakt zu den Tieren ermöglicht fachliches Lernen und unterstützt die Kinder auch bei der Verbesserung ihrer Soft-Skills wie Teamfähigkeit, Kommunikation und Organisationstalent. Um die Haltungsbedingungen der Tiere noch optimaler zu gestalten möchten wir unsere vorhandenen Frösche nun in einem neuen Becken unterbringen und gleichzeitig die sehr alte und unzuverlässige Technik austauschen. Die Planung erfolgt mit direkter Unterstützung durch das Veterinäramtes Jade Weser und der Amtstierärztin Frau Anja Heckmann. In unserem Zoo halten wir auch Korallenfingerfrösche. Das zugehörige Regenwaldterrarium hat jedoch einen nicht mehr zu reparierenden Glasschaden erlitten. Nun sind wir auf der Suche nach Unterstützung um diesen Schaden zu beheben.
    Bildung für nachhaltige Entwicklung und eine ganzheitliche Umwelterziehung nehmen bei uns einen großen Stellenwert ein. Schülerinnen und Schülern geben wir sowohl im Fachunterricht, den Wahlpflichtkursen und in unserem offenen Ganztagsangebot die Möglichkeit, sich mit Umweltinhalten und Fragestellungen intensiv zu beschäftigen. Durch das Projekt des Bau eines neuen Habitats für unserer Frösche soll den Schülerinnen und Schülern ein weiterer Anreiz geboten werden, sich im Bereich des „Lernens durch Engagement“ weiterzuentwickeln. Und mit ihrem Engagement im Schulzoo eine gewisse Vorbildfunktion einzunehmen. Ebenso bietet der Schulzoo auch Kindern mit Migrationshintergrund einen Anlaufpunkt. Hier kann der Spracherwerb ganz nebenbei im Kontakt mit Muttersprachlern über das Tier als Vermittler erfolgen.

    Wir fördern das Projekt mit € 642,98.

  2. Zooschule Landau

    Eine neue Terrarienwand für die Zooschule.
    Im Rahmen eines Pressetermins wurde am 21. November, die neue Terrarien-Anlage offiziell eingeweiht.Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein bezeichnete diese Neuerung als einen wirklichen Meilenstein in der Bildungsarbeit der Zooschule Landau, deren Angebote bis zu 15.000 Kinder und Erwachsene jährlich nutzen. Mit den nun direkt in der Zooschule beheimateten Bartagamen, Kornnattern, Molchen, Kröten, Leopardgeckos, dem Riesentausendfüßer und einer Vogelspinne ergeben sich neben der verbesserten Durchführung bereits etablierter Zooschuleinheiten auch neue Möglichkeiten für den Zooschulunterricht, z.B. mit einem besonderen Schwerpunkt auf Artenschutz, biologischen Anpassungen und Vergleichsmöglichkeiten verschiedener Arten. Das Thema Tierschutz wird in der Bildungsarbeit der Zooschule ohnehin groß geschrieben. Mit der neuen Terrarienwand soll das Thema „Halten und Pflegen von Terrarientieren“ jedoch vermehrt in den Mittelpunkt rücken. Die Terrarien-Anlage konnte dank der großzügigen Unterstützung der Adolf und Hildegard Isler-Stiftung aus Berlin und dem Herpetal-Fonds für Terraristik der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT) angeschafft werden. Geplant und eingerichtet wurde die Anlage von Architekt Peter Buchert aus Landau, ehemaliger Präsident der DGHT, noch immer aktives Mitglied und langjähriger Partner von Zoo und Zooschule. (Quelle: http://zooschule-landau.com)

    Gefördert wurde das Projekt mit € 1.500.

Preisträger 2016

Im Jahr 2016 dürfen sich zwei Schulen über eine Förderung freuen.

  1. Das Johannes Kepler Gymnasium in Ibbenbühren möchte ein Schulvivarium aufbauen.

    Matthias Scherrer-Beimdieck, der Projektverantwortliche Lehrer, empfindet die Begegnung mit echten Tieren und die Sammlung von Erfahrungen mit diesen im Unterricht oder in der Betreuung als ein einmaliges Erlebnis, welches nicht nur Freude, sondern auch den Abbau von Ekel gegenüber bestimmten Tierarten bringt.

    Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei auch einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebewesen und erfahren einen äußerst lebendigen Biologieunterricht.

    Er plant einen Einsatz im fächerübergreifenden Unterricht. Bisher wurden die vorhandenen Tiere auch bereits im Kunst-, Latein- und Erdkundeunterricht erfolgreich eingesetzt.
    Um dieses Vorhaben weiter auszubauen, hat er eine Terrarienwand erstanden, die es ihm ermöglich weitere Reptilien wie z.B. Leopardgeckos, Eidechsen oder eine Kornnatter zu halten. Desweiteren sind verschiedene Arten von Stab-, Gespenstschrecken und wandelnde Blätter gerade in Vorbereitung bzw. in der Aufzucht.

    Es fehlen aber noch diverse Beleuchtungsmittel, Kleinteile, Einrichtungsgegenstände und technisches Zubehör um ein weiteres Betreiben der Anlage zu gewährleisten
    Dafür erhält das Johannes Kepler Gymnasium die beantragte Fördersumme in Höhe von € 785,-- aus dem DGHT-Herpetal-Fonds für Terraristik!

  2. Mit zwei Axolotl wurde die Gustav-Woehrnitz-Mittelschule in Lohr am Main im Januar 2015 stolzer Tierbesitzer. Das war der Startschuss unseres Vivariums. Mittlerweile leben dort mehr als 16 verschiedene Tierarten, die unter Aufsicht der Vivariumsleitung Kerstin Schwarz durch die Schüler versorgt werden. Die Schüler erwirtschaften durch Pausenverkäufe, ihre Neuanschaffungen selbst, auch der zeitliche Aufwand, den ein „Haustier“ mit sich bringt wird den Schülern neben den finanziellen Aspekten bewusst.

    Die naturnahe Begegnung im Vivarium und Besuche im grünen Klassenzimmer sind von sehr großer Bedeutung, sowohl im schulischen als auch im sozialen Kontext. Unter dem grünen Klassenzimmer ist der Outdoorbereich zu verstehen, der aus einem ca. 80 qm großem Feuchtbiotop, einem Schulwald, einer 15 m langen Trockenmauer, einem Schulgarten und vielen Nist- und Bruthilfen für Insekten und Vögel besteht.

    Das Vivarium ist mittlerweile fester Bestandteil der GWS, sowohl als Projekt im Ganztag (25 Schüler), also auch als freiwillige AG (15 Schüler) findet das Vivarium großen Zuspruch. Neben vielen Stunden, die Fr. Schwarz mit ihre Schüler auch in den Ferien für größere Aktionen „opfern“, gibt es immer wieder Freiwillige, die das Vivarium tatkräftig oder durch Spenden unterstützen, ohne diese Großzügigkeiten wäre vieles undenkbar.

    Das Schildkrötenbecken ist in die Jahre gekommen, die Axolotl brauchen eine Wasserkühlung und rund um das Biotop sollen die Wege mit Beschriftungsschilder versehen werden. Dafür erhält die Gustav-Woehrnitz-Mittelschule eine Fördersumme in Höhe von € 715,-- aus dem DGHT-Herpetal-Fonds für Terraristik!

 

Preisträger 2015

  1. Der erste Preisträger ist die Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld. Neben ihrem bestehenden Schulvivarium möchte die Schule mit ihrem Umweltbildungsprojekt eine Biotopanlage für Reptilien und Amphibien bauen. Dafür hat sich die Schule im vergangenen Jahr auf den DGHT-Herpetal-Fonds für Terraristik beworben und erhielt den Zuschlag über die Fördersumme in Höhe von € 1.500 von der DGHT und der Firma Keweloh. Weiterhin werden die Fachzeitschriften der DGHT sowie Nahrungsergänzungspräparate der Marke „Herpetal“ der Firma Keweloh zur Verfügung gestellt.

    „Mit dem Projekt wollen wir den Artenschutz begreifbar machen und erreichen, dass unsere Schülerinnen und Schüler anschauliche und nachhaltige Umweltbildung durch den direkten Kontakt mit der Natur erfahren.“ sagt Karl H. Humburg, Projektverantwortlicher der Modellschule Obersberg.

    Beim Spatenstich der Biotopanlage am Freitag, 12.02.2016 wurde im Rahmen einer Präsentation der symbolische Scheck übergeben. Die Schüler und Lehrer präsentierten dabei die Tiere ihres Vivariums und den Gästen wurden die neuen Biotope, die auf dem Grundstück einer ehemaligen Sportanlage entstehen, vorgestellt. Zahlreiche der 35 in Deutschland heimischen Reptilien- und Amphibienarten könnten sich hier niederlassen. „Wir sehen hier ein wunderbares Projekt, dessen Vorbildcharakter die Jury bewogen hat, den Bau der Anlage zu unterstützen.“ so Dr. Markus Monzel, Präsident der DGHT.

  2. Einige weitere Schulen wurden wegen hervorragender Arbeit ausgezeichnet und erhalten eine Anerkennung in Form von kostenlosen Zeitschriftenabos.